Freitag, 27. Mai 2011

Die 7 besten Business Knigge Tipps für sich selbst

In einem Zeitungsinterview der Neuen Luzerner Zeitung wurde ich kürzlich gefragt, was die wichtigsten goldenen Business Knigge Regeln sind.

Meine Meinung dazu ist, dass es viele gute Dinge gibt, die wir anderen Menschen zeigen können. Hier die aus meiner Sicht 7 Wichtigsten:

  1. Bleiben Sie authentisch. Aber achten Sie auf die Erwartungshaltungen Ihres Gegenübers
  2. Gewinnen Sie Ihren Gegenüber schon in den ersten 90 Sekunden. Denn für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance.
  3. Kleidung wirkt. Kleiden Sie sich typ-, aufgaben- und funktionsgerecht
  4. Man kann nicht nicht wirken. Ihre Körpersprache ist immer ehrlich
  5. Die Stimme macht Stimmung. Der Ton macht die Musik
  6. Höflichkeit ist Trumpf. Mit wahrgenommener Freundlichkeit heben Sie sich wohltuend von der Masse ab
  7. Lebensfreude wirkt anziehend. Mit einem ehrlichen Lächeln öffenen Sie die Herzen der Menschen
Selbstverständlich gilt das alles nur, wenn ich ehrlich bin und mich nicht verbiegen muss. Eine positive Einstellung zu sich und zum andern ist sehr hilfreich.

Übrigens. Alle 7 Tipps sind Tag für Tag durch unzählige Kleinigkeiten lebbar. Man muss es nur bewusst tun und sich auf andere Menschen freuen können.

Christian Leschzyk

Dienstag, 20. April 2010

Höfliche Gesten im Geschäftsalltag – ein Relikt aus alten Zeiten?

Unsere Zeit scheint immer rarer zu werden. Um das tägliche Arbeitspensum erfolgreich bewältigen zu können, verlangt es oft nach einer strengen Eigenorganisation. Und nicht selten bleibt bei hohem Arbeitsdruck nicht aus, dass wir alles unternehmen, um möglichst effizient unsere Arbeit erledigen zu können.

So wird der Griff zum Telefon, um Dinge persönlich zu besprechen, durch ein möglichst knapp gehaltenes E-Mail ersetzt, oder man teilt sich, anstatt in einem netten persönlichen Gespräch, kurz per SMS mit. Es scheint an manchen Orten geradezu so, als könne der Verzicht auf ein höfliches, persönliches Miteinander zur Zeitersparnis führen.

Dabei ist ein aufmerksames und freundliches Verhalten im Umgang mit Geschäftspartnern und Kollegen heute mindestens ebenso wichtig, wie fachliche Kompetenz.

Doch was bedeuten höfliche Gesten heute noch im modernen Geschäftsalltag? Hat das alte Bild der Höflichkeit oder gar der „Gentleman der alten Schule“ im heutigen geschäftlichen Umfeld überhaupt noch seine Berechtigung? Gehören kleine Gesten der Höflichkeit, wie das Aufhalten einer Türe, heute noch dazu?

Trotz aller Zeitnot - dem Anderen durch kleine Hilfestellungen und einem freundlichen Umgang im Alltag das Leben zu erleichtern wird heute noch genau so geschätzt, wie einst.

Wir schätzen Menschen, die aufmerksam sind und spüren, wenn ihre Hilfe erforderlich ist. So hat die Wissenschaft der Sympathieforschung längst herausgefunden, dass uns die Fähigkeit Rücksicht auf Andere zu nehmen und hilfsbereit zu sein, sehr sympathisch macht. Wer sich demzufolge als Teamplayer sieht und neben den eigenen Verpflichtungen sich auch noch Zeit nimmt, um beispielsweise Kollegen zu unterstützen, wird sehr positiv wahrgenommen.
Oft reichen dazu schon kleine Gesten der Hilfestellung. Kurz mal ein paar Kopien für den Kollegen machen, den Kunden des Arbeitskollegen zu unterhalten, bis dieser Zeit hat, das Gespräch zu übernehmen, das Telefongespräch des Büronachbarn, der gerade hoch konzentriert ein schwieriges Problem zu lösen versucht, stellvertretend entgegen zu nehmen – lauter kleine Hilfestellungen im Geschäftsalltag, die zum besseren Miteinander beitragen können.

Und auch, wenn die E-Mail-Kommunikation heute ein wichtiges Instrument geworden ist, um sich Anderen mitzuteilen, es ist nicht in allen Fällen der idealste Weg.

Vor allem unternehmensintern könnten so viele Dinge einfacher, und dem Kollegen gegenüber wertschätzender, im persönlichen Gespräch erörtert werden. Das ist nicht nur individueller sondern bietet auch gleich die Möglichkeit zu erfahren, wie der Andere darüber denkt.
Im direkten Dialog lassen sich Missverständnisse schneller ausräumen und das Gespür für die Bedürfnisse des Gegenübers lassen sich viel leichter erfassen.

Höflichkeit und nette Gesten sind unabhängig von der Hierarchie oder dem Geschlecht. Und, sie sind keine Zeitfresser. Ganz im Gegenteil. Wenn wir aufmerksamer mit unserem Gegenüber umgehen, passieren weniger Missverständnisse. Die kosten Zeit.

Ein freundlicher Mensch spürt, wenn eine ehrlich gemeinte, freundliche Geste der Hilfsbereitschaft willkommen ist.

Dienstag, 9. Februar 2010

Wertschätzende Verkaufsschulung - Dringend nötig!

Kennen Sie diese Situation? Sie sind in einem Modehaus und möchten etwas zum anziehen kaufen. Sie schauen sich in aller Ruhe um. Schauen sich die eine Hose an und das andere Hemd. Und dann passiert das: " Was suchen Sie" sagte eine Verkäuferin zu mir. Ich, total erschrocken, "ich suche ein neues Business Outfit". Die Verkäuferin "...dann sind Sie hier falsch, die Business Abteilung ist da hinten...". Besonders wertschätzend war die Ansprache nicht. Lust, mit dieser Dame weiter zu reden hatte ich dann auch nicht mehr.

Oder es geht auch anders. Gerade gestern in einem Modehaus im Rheintal passiert. Meine Frau und ich gehen shoppen. Meine Frau sucht edle Shirts zum Business Kostüm. Was ist passiert? Gar nichts ist passiert. Wir suchen uns die passenden Teile alleine. Ich beobachte die Situation. Seit einer viertel Stunde suchen wir. 4 Verkäuferinnen laufen an uns vorbei. Keine sagt "Grüezi" oder "Guten Tag" und keine bedient uns. Nicht, dass die Verkäuferinnen viel zu tun hätten. Nein, Sie stehen rum. Sortieren irgendwelche Ware. Aber Notiz, dass wir und auch noch weitere Kundinnen herein und heraus gehen, nahm keine.

Diese und viele weitere Situationen zeigen, einen wertschätzenden Verkauf, ein wertschätzendes Verkaufspersonal bzw. eine wertschätzende Verkaufsschulung, ist dringend nötig.

Ich finde es in der heutigen Zeit ein Drama, dass wir so behandelt werden. Als ich diese Geschichte einem Geschäftspartner erzählte, sagte der. "Ja das ist schlimm". Aber viel, viel schlimmer hätte er es bei einem Autokauf bzw. bei einem versuchten Autokauf in St. Gallen erlebt. Nun ja, Sie werden es schon ahnen was kam. Kein Verkäufer kümmerte sich um meinen Geschäftspartner. Als ich Ihn fragte, warum das viel schlimmer war als mein Erlebnis sagte er. "Ja, Du wolltest ja nur ein Shirt kaufen. Ich aber ein Auto..."

Aha, wenn es teuer wird, haben wir Menschen also höhere Ansprüche, als wenn wir "nur" etwas Alltägliches kaufen wollen. Ja, so kann man das sehen. Ich bin jedoch der Meinung, dass wir als Kunden(innen) immer, wirklich immer wahrgenommen und wertschätzend behandelt werden sollten. Ob im Supermakt, beim Bäcker oder im Autohaus.

Nun stellt sich die Frage, ob das heutige Verkaufspersonal richtig geschult wird. Wissen sie überhaupt, was wertschätzender Verkauf ist? Wie man wertschätzend auf Kunden zugeht und wie man ein wertschätzendes, beratendes Verkaufsgespräch führt. Und natürlich, zum Verkaufsabschluss kommt? Ich habe da manchmal meine Zweifel. Sicher gibt es die. Aber wo?

Übrigens, sowohl mein Geschäftspartner als auch wir wollten etwas kaufen. Das Auto hat er nicht da gekauft. Und wir nur ein Shirt.

Kennen Sie auch solche Situationen? Und, glauben Sie auch, dass es mehr Wertschätzung im Verkauf braucht?

PS: Hier von uns ein paar Tipps zum wertschätzenden Verkauf:

1. Bitte nehmen Sie jede Person gleich aufmerksam wahr. Besonders wertschätzende Wahrnehmung zeigt, wer sich auf die zu wahrnehmende Person voll und ganz konzentriert. Ein netter Gruss, Blickkontakt, lächeln, sich zur Person hinwenden und ein paar nette Worte reichen. Der erste Eindruck ist sehr entscheidend. Und dieser wird in den ersten 90 Sekunden aktiv gebildet.

2. Sollten Sie ein Verkaufsgespräch starten wollen, dann versuchen Sie zuerst aus den Augen des Kunden herauszulesen, was der Kunde will, ohne das er es gross ausgeprochen hat. Ihre Erfahrung hilft Ihnen dabei.

3. Sollten Sie es nicht wissen, dann fragen Sie den Kunden, was er sucht bzw. womit Sie ihm behilflich sein können.

4. Die Konzentration auf einen Kunden hilft Ihnen, Zusatzverkäufe zu starten.

5. Bitte verabschieden Sie jeden Kunden gleich freundlich. Ob er bzw. sie gekauft hat oder nicht. Denn der letzte Eindruck ist genau so entscheidend, wie der erste Eindruck.

Christian Leschzyk

Donnerstag, 21. Januar 2010

Erfolgreiches Networking

Es ist schon erstaunlich. Plötzlich ist ein Thema, welches schon immer super wichtig war, in aller Munde. Es erscheint gerade fast so, als müssten wir es neu erfinden. Dabei ist es so alt wie die Menschheit.

Wenn wir weiterkommen wollen, wenn wir etwas schneller erreichen wollen, wenn wir verkaufen wollen, wenn wir politisch Karriere machen wollen, dann suchen wir Allianzen. Wir suchen Gleichgesinnte. Wir suchen Menschen, die uns unterstützen, die uns wohlgesonnen sind. Schon in der Schule haben wir Allianzen gesucht, um den Sportlehrer gemeinsam davon zu überzeugen, dass wir mal wieder im Sportunterricht Fussball spielen sollten.

Heute heisst das ganze "Networking". Das Networking der Extraklasse finden wir alljährlich in Davos, am Weltwirtschaftsforum (WEF).

Was uns als Imageagentur aber auffällt ist, dass obwohl wir Menschen von Natur aus alle Networker sind, es vielen Menschen schwer fällt, im Geschäftsumfeld Networking zu betreiben. Es wird uns immer wieder gesagt, dass man sich nicht anbiedern will, dass man nicht weiss, wie man einen Einstieg finden kann, oder einfach, dass man keinen Mut hat, fremde Menschen anzusprechen.

Warum ist das so? Geht es Ihnen auch so?

In unseren Seminaren zum Thema Networking greifen wir diese Unsicherheiten auf. Und wenn wir dann Übungen oder Rollenspiele durchführen, sehen wir, dass die meisten Teilnehmenden ihre Scheu ablegen und plötzlich richtig gute Networker sind. Weil sie es ja im privaten Leben, z.B. im Vereinsleben auch sind. Also ist die Antwort, der Mut ist entscheidend. Deshalb üben wir Techniken, die dazu führen, dass wir selbstsicherer werden und auch den Sinn dahinter verstehen. Es sind Übungen zum sympathischen Beziehungsaufbau oder zum Small Talk. Aber auch Fragetechniken sind wichtig. Denn richtig gutes Networking geht nur von Mensch zu Mensch. Networking ist persönlicher Beziehungsaufbau. Networking kann man nicht delegieren. Für gutes, erfolgreiches Networking braucht es Ziele, Zeit, Wertschätzung und eben die persönliche Kontaktaufnahme und die persönliche Kontaktpflege. Dafür gibt es eine Menge Instrumente. die man einsetzen kann. Doch letztendlich ist es der Mut die Instrumente einzusetzen und das Erkennen eines Sinnes, um ein gutes, nachhaltiges Networking zu betreiben.

Ehrliches Networking ist ein Erfolgsgarant. Unsere eigenen Erfahrungen haben es gezeigt, der Erfolg unserer Imageagentur ist zu einem sehr grossen Teil auf das ehrliche Networken zurückzuführen.

Wie setzen Sie in Ihrem Arbeitsalltag Werkzeuge des Networkens ein? Wie wichtig ist Ihnen Networking?

Christian Leschzyk

Montag, 4. Januar 2010

Positive Emotionen

Das Thema "positive Emotionen" trifft uns in unserem Geschäftsalltag zunehmend. Angefangen hat alles damit, dass wir für die Vorbereitungen zu unseren Seminaren und Workshops auf die Erkenntnisse der Neurowissenschaften (alt: Hirnforschung bzw. Gehirnforschung) gestossen sind.

Neurowissenschaftler schauen den Menschen ins Gehirn mittels einer Computertomographie. Und dabei haben Sie Erstaunliches festgestellt. Nur wenn wir die Emotionen der Menschen ansprechen, dann ist der Mensch für eine Handlung bereit. Das heisst, sprechen wir Menschen über Argumente an (sozusagen die Ratio), dann wird unser Gegenüber darüber nachdenken. Evtl. wird er eine Schlussfolgerung ziehen. Aber er wird nicht handeln. Doch im Geschäftsleben kommt es genau darauf an. Das wir handeln. Den Vertrag unterschreiben. Die Mitarbeiter positiv führen. Oder einfach Entscheidungen treffen und diese dann auch umsetzen. All das geht nur dann, wenn wir Emotionen beim Menschen wecken. Und damit das alles auch positiv verläuft, sollte man möglichst positive Emotionen wecken.

Die Erkenntnisse der Neurowissenschaftler gehen aber noch weiter. Denn wenn wir es schaffen, sehr grosse positive Emotionen bei unseren Gegenüber zu wecken, z.B. Liebe und Leidenschaft, dann passiert folgendes: Unser Gehirn stösst dann einerseits Glückhormone aus und andererseits verhindert es, dass unser Warnzentrum uns vor Unheil warnt. Erstaunlich.

Wir nutzen diese und viele weitere Erkenntnisse der Neurowissenschaften für unsere Trainings in den Bereichen "beratender Verkauf", "wertschätzende Führung" aber auch im "modernen Business Knigge".

Wie weit die Erkenntnis und die Macht der positiven Emotionen unseren Geschäftsalltag beeinflussen haben wir erst letztens in einem unserer Trainings erfahren dürfen. Als wir die Teilnehmenden gefragt haben, was sie vom heutigen Seminartag erwarten, sagte ein Teilnehmer stellvertretend für viele andere "Bitte unterhalten Sie uns mit Ihren Ausführungen".

Damit sind sich diese Teilnehmer auch einig mit dem Knigge. Den Adolph Freiherr von Knigge sagte schon in seinem Werk "Über den Umgang mit Menschen" 1788, "Menschen möchten unterhalten und nicht belehrt werden".

Wie halten Sie es mit den positiven Emotionen? Setzen Sie diese in Ihrem Geschäftsalltag willentlich und gezielt ein?

Christian Leschzyk

Mittwoch, 9. September 2009

Vorbilder statt Leitbilder

Vorbilder statt Leitbilder. Ein Satz, den ich schon öfters gehört habe. Aber auch ein Satz, der viel Gutes aussagt.

Albert Einstein sagte einmal: " Vorbild zu sein ist nicht das Wichtigste, wenn wir auf Andere Einfluss nehmen wollen. Es ist das Einzige." Und er hat recht. Gerade im Geschäftsalltag muss der Vorgesetzte, will er, das seine Mitarbeitenden ihm folgen, Vorbild sein. Oder denken Sie an Lehrer an Schulen. Auch die müssen Vorbild sein.

Nur in was sollen Führungskräfte im Geschäftsalltag Vorbild sein? In der Fachkompetenz? Nur je länger bzw. öfter ein Vorgesetzter Führungsaufgaben übernimmt, umso schneller überholen ihn die Fachspezialisten. Also bleibt da noch die Sozialkompetenz. Also in den Bereichen Empathie, Wertschätzung, Freundlichkeit, Kommunikationsfähigkeit...

Ja, in diesen Bereichen sicher. Es sind den auch genau die Bereiche, die ein Vorleben ehrlich, authentisch und damit glaubhaft machen. Das was wir sehen, hören und fühlen ist das, was wir länger behalten. Was wir annehmen, wenn es in unser Weltbild passt. Wir reden also auch von Werten. Werte wie Vertauen, Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit. Das steht zwar alles auch in fast jedem Unternehmensleitbild. Doch gelebt wird es erst dann, wenn es eben vorgelebt wird.

Vorbild sein ist eine grosse Aufgabe. Denn die Vorbilder übernehmen damit eine grosse Verantwortung. Und Vorbild sein in einem Unternehmen bedeutet noch zusätzlich, genau das zu tun, was das Unternehmen dem Markt und seinen Kunden sagen will. Also sollten Vorbilder eines Unternehmens möglichst gleiche Werte vorleben. Und genau hier fängt die Schwierigkeit an. Es geht nämlich nicht nur darum, seine eigenen Werte vorzuleben, sonderen die des Unternehmens. Wir brauchen also Leitbilder, die die Grundsätze des Unternehmens definieren. Wir brauchen dann aber auch Vorgesetzte, die diese Leitbilder mit Leben ausfüllen und sich der besonderen Bedeutung des Vorbild seins bewusst sind. Dies kann man und sollte man auch lernen. Denn viele der Vorgestzte, die wir treffen kennen gar nicht die Werte des Unternehmens. Und damit kennen es auch nicht die Mitarbeitenden. Es reicht eben nicht aus, die Leitbilder in vielen Sitzungen zu erarbeiten. Gelebt müssen diese werden. Vorgelebt müssen die werden.

Aus unserer Erfahrung braucht es Schulungen und Workshops, die das bestehende Leitbild konkretisieren und die aufzeigen, wie die Vorgesetzten durch ihre Person, durch ihren Auftritt, durch ihre Kommunikation und durch ihr Handeln konkret Einfluss nehmen auf das Verhalten der Mitarbeitenden. Zum Wohle der Kunden. Zum Wohle des Unternehmens. Und zum Wohle der Mitarbeitenden.

Wie gehen Sie in Ihrem Unternehmen mit dem Thema "Vorbild sein" um?

Christian Leschzyk

Mittwoch, 15. Juli 2009

"mañana" - Eine "Un-Kultur"?

"mañana" ist spanisch und heisst, morgen. Wer "mañana" in Spanien hört, weiss vielleicht, dass das Wort "mañana" häufig gebraucht wird. Es kann heissen morgen passiert etwas oder eben auch nicht. Es kann auch bedeuten das man nicht "nein" sagt sondern "mañana" und es passiert nichts.

Wir beobachten, dass diese "Un"-Kultur auch immer mehr bei uns Einzug hält. Nur anders, nicht ausgesprochen. Beispiel:

Da fordert ein Unternehmen eine Offerte bei einem Lieferanten an. Der Lieferant macht sich die Mühe und schreibt eine Offerte. Danach Sendepause. Das Unternehmen hat die Offerte bekommen gibt aber dem Lieferanten keine Antwort. Oder sie Schreiben eine Reklamation, weil Ihr Staubsauger nicht richtig funktioniert. Keine Antwort.

Wir empfinden dieses Geschäftsgebaren als nicht akzeptabel.

Auch uns passiert es immer wieder. Da fragt ein Fachjournal bei uns an und möchte eine fachliche Aussage von uns. Wir geben Auskunft. Danach Funkstille. Keine Reaktion. Oder auch wir schreiben Offerten und Konzepte. Fassen beim jeweiligen Unternehmen nach. Keine Reaktion.

Wenn also jemand eine Anfrage stellt und diese z.B. in Form einer Offerte beantwortet wird, wäre es doch nur fair, das es dann eine Reaktion gibt. Und wenn es im Falle der Offerte eine Absage ist.

Und wenn wir schon bei der Reaktion sind. Dann sollte aus unserer Sicht die Reaktion auch zeitlich im vernünftigen Rahmen stehen. Unsere Meinung dazu:

- Telefonauskunft am gleichen Tag
- E-Mail-Beantwortung innerhalb von 24 Stunden
- Briefantwort innerhalb einer Woche

Ist das zu viel verlangt? Wir meinen nein.

Wie sehen Sie die "mañana" Kultur. Ist es eine Kultur oder Un-Kultur?

Christian Leschzyk

Freitag, 12. Juni 2009

Freundlichkeit ist Trumpf

Freundlichkeit ist Trumpf. Kundenfreundlichkeit sowieso. Freundlichkeit sollte in der Geschäftswelt selbstverständlich sein. Und das sagen auch alle, die wir zu diesem Thema befragen. Freundlichkeit ist das A und O einer jeden Beziehung. Ohne Freundlichkeit keine Geschäfte. Ja genau. Deshalb bieten wir Seminare zur Kundenfreunlichkeit an.

Doch am Anfang in unseren Kundenfreundlichkeitsseminaren stossen wir immer wieder auf folgende abwehrende Aussage: Wir sind doch freundlich, warum sollen wir überhaupt dieses Seminar besuchen.

Ja, warum? Es nutzt nichts, wenn man von sich behauptet man ist freundlich und der Gegenüber merkt es nicht. Er empfindet sie nicht als freundlich. Jetzt denken Sie vielleicht, dass kann ja gar nicht sein. Und doch ist es häufig so. Fragen Sie mal Ihre Mitarbeitenden oder Kunden was Freunlichkeit ist. Viele sagen Ihnen, ein lächeln ist freunlich. Ja. Oder freundliche Worte benutzen wirkt freundlich. Ja auch das stimmt. Doch wir wollen heute mehr als das. Das lächeln ist mal schnell aufgesetzt und die freundlichen Worte schnell auswendig gelernt.

Nein Freundlichkeit muss vom Gegenüber gesehen, gespürt und gehört werden. Wir leben mit allen unseren Sinnen. Und die sollten auch alle angesprochen werden. Freundlichkeit ist also viel mehr. Freundlichkeit besteht aus:

- liebevolle Worte
- liebevolle Taten
- ein ansprechendes Aussehen
- einer harmonischen Atmosphäre und
- viel, viel Optimismus.

Wenn Sie nun dies zugrunde legen, dann erleben Sie echte Freundlichkeit. Selbstverständlich muss Freundlichkeit ehrlich sein. Authentisch sein. Deshalb zeigen wir in unseren Freundlichkeitsseminaren auf, wie man auf seinen Gegenüber, sei es der Kunde oder Kollege, durch seine Einstellung und sein Verhalten freundlich wirken kann und auch als freundlich wahrgenommen wird. Denn es kommt nicht nur auf die Wirkung sondern auch auf die Fremdwahrnehmung unseres Gegenübers an.

Was machen Sie, um freundlich wahrgenommen zu werden?

Christian Leschzyk

Montag, 25. Mai 2009

Was soll ich bei den heissen Temperaturen bloss anziehen?

Der Sommer lässt sicher nicht mehr lange auf sich warten. Und mit den steigenden Temperaturen rückt das Thema „passende Kleidung für den Arbeitsalltag“ wieder in den Fokus der aktuellen Diskussion. „Was darf ich anziehen und was ist, trotz Hitze, im Geschäftsleben unpassend? Wie leger darf ich mich bei den warmen Temperaturen kleiden? Was erlaubt der Kunde? Welcher Kleidungsstil ist möglich, ohne meine Kolleginnen und Kollegen zu brüskieren?“

Im Grunde genommen gibt es vermutlich kein Unternehmen, in dem die Kleiderfrage der Mitarbeitenden oder Kollegen nicht in der ein- oder anderen Form diskutiert wird. Und sei es nur beim gemeinsamen Café, so im Sinne „hast Du die Garderoben-Entgleisungen des Kollegen Sowieso schon gesehen…?“.

Oftmals führt eine Unsicherheit oder Unwissenheit bei Mitarbeitenden dazu, dass ihre Kleidungswahl nicht dem entspricht, was das Unternehmen oder der Kunde eigentlich erwarten würde. Das Unternehmen und der Kunde erwarten heute, dass wir mit unserer Kleidung dem Gegenüber wertschätzend gegenüber treten. Dazu bedarf es gar nicht viel. Wichtig ist, dass die Kleidung der Funktion, der Aufgabe und dem Anlass entsprechend gewählt wird.

Aber was ist nun eine gute Kleidung für den Sommer?

Wählen Sie Kleidung in dezenten, zu Ihrem Typ passenden Farben. Vor allem helle Farben sind im Sommer passend. Eine sehr auffällige Musterung, einen wilden Mustermix oder schrille Farben lenken stark von der eigenen Person ab. Helle Farben im Gesichtsbereich lenken den Blick Ihres Gegenübers ins Gesicht und gelten daher als besonders ideal.

Auch das Material der Kleidung prägt entscheidend das Erscheinungsbild und ist massgeblich für Ihr Wohlbefinden im Sommer zuständig. Seide oder Leinen, aber auch leichte Baumwolle und Nylon sind möglich. Mit leichten Stoffen schaffen Sie es, nicht so schnell zu schwitzen. Und ist es mal besonders heiss, dann kann auch auf die Krawatte verzichtet werden und ein kurzärmliges Hemd angezogen werden. Krawatte mit Kurzarmhemd kombiniert ist allerdings mega out.

Hochwertige und feine Stoffe wirken elegant, grobe Stoffstrukturen oder grobe Strickwaren passen in der Regel besser in den Freizeitbereich.

Und die Schuhe?

Nun, offene Schuhe (vor allem vorne offen) gelten als Freizeitschuhe. Für Herren bieten sich z.B. Schuhe von Geox an, die haben die atmungsaktiven GEOX-Membranen. Und für die Damen können es durchaus Slingpumps sein.

Doch bei allen Überlegungen zur Geschäftskleidung gilt, bitte bleiben Sie authentisch und überlegen Sie, wie Sie die Erwartungshaltung Ihres Gegenübers am besten erfüllen. Nur, wenn Sie sich in Ihrer Kleidung wohl fühlen, werden Sie erfolgreich arbeiten können.

Was denken Sie über Kleidung im Sommer? Hauptsache bequem?

Christian Leschzyk

Dienstag, 19. Mai 2009

Wie empfangen Sie Ihre Kunden?

Ich frage mich manchmal, warum wir im Privatleben unsere Gäste anders empfangen als Kunden im Geschäfstleben. Handelt es sich doch immer um Menschen, mit denen wir etwas zu tun haben. Natürlich, zu unseren privaten Gästen haben wir meistens eine andere emotionale Bindung als zu unseren Kunden. Doch das Ziel, beide herzlich zu empfangen bleibt gleich.

Was ist also ein herzlicher Empfang für Kunden?

Eine freundliche Begrüssung gehört genauso dazu wie das wertschätzende Begleiten, der unverkrampfte Small Talk sowie die perfekte Bedienung. Auch das Führen unseres Kunden ist sehr wichtig. Befindet sich der Kunde doch in einem für ihn fremden Territorium. Wir sollten ihm diesen Umstand so angenehm wie möglich machen.

Genau so, wie wir es intuitiv auch mit unseren privaten Gästen machen. Wir treten ihnen entgegen, lächeln, freuen uns über ihr kommen, helfen ihnen beim tragen eventueller mitgebrachter Sachen, zeigen ihnen, wo sie die Schuhe ablegen können, begleiten sie heiter zum vorbereiteten Apéro und plaudern geradewegs drauf los.

Also genau so, stelle ich mir auch einen herzlichen Empfang von Kunden vor. Unverkrampft, ehrlich und freundlich. Dabei aber auch sicher und souverän. Natürlich angepasst auf die jeweilige Situation und auf die Erwartungshaltung unseres Kunden. Aber das dürfte ja nicht schwierig sein. Denn wir kennen ja unseren Kunden genau. Oder?

Wie empfangen Sie heute Ihre Kunden? Sagen Ihre Kunden nach dem Empfang, wow, hier bin ich herzlich willkommen?

Christian Leschzyk